Extraktivismus
Definition
"Als Extraktivismus wird der Abbau von Rohstoffen zum Zweck des Exports auf dem Weltmarkt bezeichnet. Dabei kommt es im Herkunftsland meist im Globalen Süden, oft zu Landraub,Vertreibung, verstärkten Umweltbelastungen und Zerstörung von Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerung. Die Bearbeitung der Rohstoffe und die Wertschöpfung finden hingegen überwiegend im Zielland - oft im Globalen Norden - statt. Häufig setzen sich im Extraktivismus koloniale Beziehungen fort."

website\Quelle: Nachrichtenpool Lateinamerika npla.de





Ökologische Folgen
Es kommt vermehrt zu Umweltzerstörung wie
Übermäßige Entwaldung und Bodenerosionen. Zudem kommt noch Verlust der Artenvielfalt und Verschmutzung von Wasserquellen hinzu, welche als typische Folgen des Extraktivismus zu verzeichnen sind. Jene Folgen werden durch Bergbau, Abholzung oder Ölgewinnung hervorgerufen.
Die Abholzung und der CO2- Ausstoß durch extraktive Industrie tragen zur Verschärfung des Klimawandels bei. Zudem kommt es zu Boden- und Wasserverschmutzung, durch Chemikalien, die bei der Rohstoffgewinnung verwendet werden, wie zum Beispiel Quecksilber oder Cyanid im Bergbau.Dies gefährdet die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung.
Wirtschaftliche Folgen
Eine wirtschaftliche Folge ist der Ressourcenfluch. Länder die reich an Rohstoffen sind, erleben oft wirtschaftliche Instabilität, Korruption und geringe wirtschaftliche Diversifizierung.
Rohstoffe werden oft exportiert, ohne dass lokal Industrien entwickelt werden, was Arbeitslosigkeit und Abhängigkeit von externen Märkten verstärkt (geringe lokale Wertschätzung). Weitestgehend kommt es zu einer ungleichen Verteilung des Reichtums, da der Gewinn aus der Rohstoffgewinnung häufige multinationalen Konzernen zugute kommt, während die lokale Bevölkerung kaum davon profitiert.
Soziale Folgen
Ansässige Gemeinschaften werden häufig von ihrem Land vertrieben , um Platz für Bergbauprojekte oder Ölbohrungen zu schaffen. Durch Umweltverschmutzung, kontaminiertes Wasser oder Luftverschmutzung, kommt es bei den betroffenen Regionen zu gesundheitlichen Schäden.Der kämpf um Ressourcen verstärkt soziale Spannungen und führt zu Gewalt und bewaffneten Auseinandersetzungen, wi ein Fall von "Blutdiamanten" oder Ölkonflikten.
Des weiteren kommt es zu Verlust traditioneller Lebensweisen, da Gemeinschaften ihre kulturelle und wirtschaftlichen Grundlagen verlieren, beispielsweise durch Landenteignung.
Politische Folgen
Weitestgehend kommt es zu Korruption. Reichtum aus Rohstoffen wird häufig von politischen Eliten genutzt, um Macht zu festigen, statt ihn in die Entwicklung des Landes zu investieren. Durch Extraktivismus werden oft die staatlichen Strukturen geschwächt, da internationale Unternehmen große Macht ausüben und Regulierungen unterlaufen. So sind die meisten Regionen abhängig von internationalen Akteuren. Das bedeutet, dass Multinationale Konzerne häufig die Rohstoffindustrie kontrollieren, was die Souveränität der afrikanischen Staaten schwächt.
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Beispiele für extraktive Industrien in Afrika
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Öl im Niger-Delta (Nigeria): Dort kommt es zu einem massiven Umweltschäden und sozialen Konflikten, trotz großer Ölvorkommen.
Kobaltblau in der DR Kongo: Dies führt zu Kinderarbeit, Umweltzerstörung und Konflikten um den Zugang zu wertvollen Mineralien.
Diamantenabbau in Sierra Leone: Mit dem verkauf von sogeannten "Blutdiamanten"wird der Bürgerkrieg finanziert.
Quellen und Artikel zum informieren
pfz.at
bundestag.de
wide-netzwerk.at
rosalux.de
npla.de
suedwind-magazin.at
Was wird aus den Rohstoffen gewonnen?

Hauptabnehmerländer

China
als einer der größten Abnehmer der afrikanischen Rohstoffe, importieren sie vor allem Metalle wie Kupfer, Kobalt und Lithium.Sie sind essenziell für die Produktion von Elektroniken, Batterien und Infrastrukturprojekten. Die afrikanischen Rohstoffen spielen eine zentrale Rolle in Chinas wirtschaftlicher Expansion, der "Neuen Seidenstraße"-Strategie.

Europa
Europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Belgien interessieren sich hauptsächlich für die seltenen Erden und Metalle aus afrikanischen Ländern. Diese werden zu Herstellung von Industriegütern, Maschinen, Fahrzeuge genutzt. Außerdem besteht eine große Nachfrage von erneuerbaren Energietechnologien wie Windkraftanlagen und Solarmodulen, die ebenfalls die Rohstoffe benötigen.

USA
Die Vereinigten Staaten importieren Rohöl aus Nigeria und Angola, um sie weiter in amerikanischen Raffinieren weiter zu verarbeiten. Diese werden für die Produktion von Treibstoffen wie Benzin oder Diesel. Die afrikanischen Energieressourcen sind ein wichtiger Bestandteil die Energieversorgung der USA diversifiziert zu halten.



Was wird aus den Rohstoffen gewonnen?(klick hier zum lesen)
Herausforderung für westliche Länder

Abhängigkeit von afrikanischen Rohstoffen

Viele westliche Länder sind auf die Rohstoffe aus Afrika angewiesen, da sie diese für ihre
Schlüsselindustrie wie Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Hochtechnologie essenziell sind. Diese Abhängigkeit macht sie für Lieferengpässen oder geopolitischen Spannungen verwundbar.

Geopolitischer Wettbewerb

Durch die hohe Nachfrage zu den Rohstoffen stehen China, die USA und den europäischen Ländern in Konkurrenz zueinander. Somit kann es zu weniger vorteilhaften Handelsbedingungen kommen.

Wirtschaftliche Herausforderungen

Obwohl, westliche Länder strak von afrikanischen Rohstoffen profitieren, sind die oft gezwungen, höhere Kosten für Rückimport von Rohstoffen zu tragen, die von China oder anderen Ländern verarbeitet wurden. Dies liegt daran, dass Afrika in vielen Fällen Rohstoffe nicht selbst weiterverarbeitet, sondern nach Asien exportiert, wo die Verarbeitung günstiger ist. Durch die Komplexen Lieferketten besteht die weitere Gefahr, dass sie durch Naturkatastrophen oder Pandemien unterbrochen werden können.
Herausforderungen für westliche Länder (klick hier)
Der ewige Teufelskreis

Häufig fehlen den afrikanischen Ländern die passenden Infrastrukturen, um ihre eigenen Rohstoffe zu verarbeiten. Dies führt dazu, dass der Großteil der Wertschöpfung im Ausland stattfindet. Dieses Problem verstärkt sich, da die afrikanische Volkswirtschaft von Rohstoffexporten abhängig ist, ohne dass signifikante Arbeitsplätze oder nachhaltige Wirtschaftszweige geschaffen werden. Ein Teil der hergestellten Endprodukte wird häufig nach Afrika zurück exportiert. Produkte, wie Fahrzeuge, Elektronik und Maschinen sind häufig teurer, sodass die afrikanischen Ländern sowohl als Rohstofflieferant als auch als Absatzmarkt dienen.
Der ewige Teufelskreis (klick hier)